Kinderzahnheilkunde

Kinderzahnheilkunde: Peter Schmidt mit Kindern

Liebe Eltern, sicher haben Sie sich schon Gedanken zu den Möglich­keiten der Zahn­be­hand­lung Ihres Kindes gemacht. Nach­fol­gend möchten wir Ihnen einige Punkte aufzeigen, die Sie in diese Über­le­gungen mit einbe­ziehen können.

Kontrolluntersuchungen

Sie sollten Ihr Kind schon ab dem ersten Lebens­jahr daran gewöhnen, zweimal jähr­lich zur Kontroll­un­ter­su­chung in die Zahn­arzt­praxis zu kommen. Die ersten Unter­su­chungen sollten geschehen, bevor bei Ihrem Kind Zahn­schäden fest­ge­stellt werden. Es gewöhnt sich an die Situa­tion und merkt, dass die Unter­su­chung nichts Ängs­ti­gendes beinhaltet. Werden bei den nach­fol­genden Unter­su­chungen Defekte fest­ge­stellt, können diese mit einer mini­mal­in­va­siven Behand­lung behoben werden, die Ihr Kind besser tole­riert, wenn es mit der Situa­tion vertraut ist.

Füllungsmaterialien

Das Spek­trum an Füllungs­ma­te­ria­lien in der Kinder­zahn­heil­kunde ist viel­fältig. Vorrangig kommen bei Milch- und blei­benden Zähnen licht­här­tende, zahn­far­bene Füllungs­werk­stoffe auf Kunst­stoff­basis zum Einsatz (Kompo­site, Kompo­mere), die einen chemi­schen Haft­ver­bund mit der Zahn­hart­sub­stanz eingehen.

Kompomer

Das Kompomer ist das bevor­zugte Füllungs­ma­te­rial für die Backen­zähne im Milch­ge­biss und erfreut die kleinen Pati­enten durch eine bunte Farbenvielfalt.

Komposit

Dieses zahn­far­bene Mate­rial zeichnet sich durch eine gute Ästhetik und Halt­bar­keit aus und ist daher beson­ders für Füllungen im Front‑, aber auch im Seiten­zahn­ge­biet geeignet.

Glasionomerzement

Glasi­o­no­m­er­ze­ment dient in erster Linie als tempo­rärer Füllungs­werk­stoff, da er aufgrund seiner geringen Festig­keit nicht dauer­haft frak­tur­re­sis­tent und bakte­ri­en­dicht ist. Eine Anwen­dung findet dieser Werk­stoff als Aufbau­fül­lung unter Schutzkronen.

Amalgam

In der modernen Kinder­zahn­heil­kunde ist Amalgam als Füllungs­werk­stoff verdrängt worden. Der Einsatz im Milch­ge­biss sollte nicht mehr erste Wahl sein, da der Fort­schritt auf dem Sektor der Amal­gam­alter­na­tiven dazu geführt hat, dass mitt­ler­weile bessere und queck­sil­ber­freie Mate­ria­lien (s.o.) zur Verfü­gung stehen.

Wurzelkanalbehandlung

Durch eine geringe Distanz zwischen Kaufläche und der Zahn­pulpa führen bei Milch­zähnen kariöse Defekte rasch zu Schmerzen und Aufbiss­be­schwerden. Da insbe­son­dere die Milch­ba­cken­zähne eine Platz­hal­ter­funk­tion für die blei­benden Zähne besitzen, ist in spezi­ellen Fällen eine Wurzel­be­hand­lung einer Zahn­ex­trak­tion vorzu­ziehen. Dabei werden die grazilen Wurzeln desin­fi­ziert und mit einer resor­bier­baren Paste abge­füllt. Der Milch­zahn kann dann bis zum natür­li­chen Zahn­wechsel seiner Kauf­funk­tion nach­kommen. Gleich­zeitig wird durch die Wurzel­ka­nal­be­hand­lung des Milch­zahnes die Gefahr einer mögli­chen Schä­di­gung des im Kiefer­kno­chen ruhenden blei­benden Zahn­keims gebannt.

Kronen

Stahlkrone

Für Milch­ba­cken­zähne hat sich der Einsatz von konfek­tio­nierten Stahl­kronen bewährt. Diese silber­far­benen Kronen („Ritter­zahn“) dienen der Wieder­her­stel­lung stark kariös zerstörter Zahn­kronen und schützen vor einer Reinfek­tion des Zahnes nach einer Wurzelbehandlung.

Frasaco-Stripkrone

Stark kariös zerstörte Milch­front­zähne können durch die Anwen­dung dieser Kunst­stoff­krone in Kombi­na­tion mit einem Komposit- Aufbau ästhe­tisch und funk­tio­nell wieder aufge­baut werden.

Kieferorthopädische Frühbehandlung

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Bereits im Milch­ge­biss kann eine kiefer­or­tho­pä­di­sche Behand­lung indi­ziert sein. Dies trifft unter anderem bei Vorhan­den­sein eines Kreuz­bisses und bei gene­tisch bedingten Fehl­ent­wick­lungen der Kiefer (z. B. Progenie) zu. Glei­cher­maßen unter­stützt der Einsatz von kiefer­or­tho­pä­di­schen Geräten das Abge­wöhnen von funk­tio­nellen Fehl­funk­tionen (Lutsch­hab­bits, Zungen­fehl­funk­tionen) und gewähr­leistet eine alters­ge­mäße Entwick­lung von Kiefer, Zahn­stel­lung, Schluck­muster und Sprache.

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